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Meine 3-Schritte-Entmuffelung

Ich bin ein Morgenmuffel.

Dachte ich lange. Dachten auch meine Mitmenschen. Denken manche noch heute.

Kann ich auch sein – sofern ich auf meine Morgenrituale verzichten muss.

Sabine_Dinkel_Blog_Morgenmuffel_Lichtdusche_Wilma

Eindeutig noch muffelig: Co-Trainerin Wilma, kurz vor ihrem Bad unter der Lichtdusche

Eine hochsensible Klientin von mir sagte mal so schön:
„Ich bin noch nicht richtig ausgebrütet.“

Das war an einem Morgen, als wir gemeinsam einen viel zu frühen Coaching-Termin angesetzt hatten. Als wir uns zum Coaching trafen, merkten wir beide schnell, dass wir lediglich körperlich anwesend und geistig noch nicht frisch waren.

Auch ich brauche morgens ausreichend Zeit, um mich in Ruhe zurechtzuruckeln und in den Tag zu schlüpfen.

Im Laufe meiner Selbstständigkeit habe ich an verschiedenen Stellschrauben gedreht und einiges ausprobiert.

Biorhythmus & Chronotyp

Zum Beispiel achte ich mittlerweile viel mehr auf meinen Biorhythmus. Von meinem „Chronotyp“ her bin ich ein klassicher „Normaltyp“.

Das ist der, der im Urlaub (also dann, wenn kein Wecker klingelt) nicht vor 9.00 Uhr aufsteht und meist nicht vor 1.00 Uhr ins Bett kommt. Also weder Lerche (das sind die richtigen Frühaufsteher) noch Eule (das sind die extremen Spätaufsteher).

Dank meiner Selbstständigkeit kann ich mir den Tag weitestgehend so einteilen, wie es meinem Chronotyp entspricht.

Da ich hochsensibel bin, gehört es für mich dazu, Reize von außen so lange wie möglich von mir fernzuhalten. So verhindere ich, mich gleich morgens mit Reizen zu überfrachten und morgenmuffelig zu werden.

Meine 3-Phasen-Entmuffelung

1. Wachwerden durch Licht und Meeresrauschen:

Ich nutze einen Lichtwecker zum Aufwachen. Dieser sorgt mit seiner Lampe dafür, dass es ab 7.00 Uhr langsam aber sicher hell wird im Schlafzimmer. So werde ich sanft geweckt und nicht durch ein schrilles Klingeln erschreckt und nachhaltig verstört.

Da ich durch Licht alleine nicht schnell genug richtig wach werde, schaltet sich irgendwann lautes Meeresrauschen (manchmal wähle ich auch Vogelzwitschern) ein.

Sabine_Dinkel_Blog_Morgenmuffel_Lichtwecker

Ich plane zeitlich auch immer ein bis zwei Runden „snoozen“ ein, sprich: ich erlaube mir, beim Wecker maximal zweimal die entsprechende Taste zu drücken, um nach dem erneuten Wegdösen im 5-Minuten-Takt später nochmal geweckt zu werden.

Ohne das morgendliche Snoozen fehlt mir tatsächlich was.

2. Kaffee trinken und ab unter die Lichtdusche:

Ich habe das Glück, dass mein Mann vor mir aufsteht und für mich immer eine Thermoskanne mit frischem Kaffee in der Küche stehen lässt. Die sichere ich mir gleich nach dem Aufwachen.

Wenn ich alleine bin, bereite ich abends den Espresso-Kocher vor und brauche morgens nur den Schalter zu betätigen, während ich kurz im Bad bin. Dann krieche ich mit einem großen Becher Kaffee wieder ins Bett.

Sabine_Dinkel_Blog_Morgenmuffel_Kaffee_Espresso

Diese verheißungsvollen Helferlein versüßen mir täglich den Morgen.

Damit mein Organismus nicht nur durch Koffein in Schwung kommt, nutze ich eine Tageslichtlampe in Form einer Lichtdusche (meine ist von „Beurer“).

Diese beleuchtet mich in den nächsten 30 bis 45 Minuten mit 10.000 Lux. Ich dusche sozusagen mit Licht – und das gemütlich Kaffee trinkend im Bett.

Herrlich! Besonders, wenn es draußen noch stockfinster ist oder regnet.

3. Muckelzeit mit Hunden – und kleinen freundlichen Druckerzeugnissen:

Da meine beiden Basset-Damen morgens nach dem Frühstück gerne noch eine Runde schlafen, ist erstmal Kuscheln angesagt.

Sabine_Dinkel_Blog_Morgenmuffel_Lichtdusche_Wilma_Gähnen

Co-Trainerin Wilma wird früher wach als Azubine Frieda. Jedoch gehen beide auch gerne früh ins Bett.

Und um morgens gute Gedanken zu haben, lese ich meistens eine nette Kurzgeschichte oder ein paar Seiten in einem Roman, den ich gerade am Wickel habe.

Manchmal hab ich auch keine Lust zu lesen sondern zu zeichnen und skribbel eine kleine Zeichnung in mein analoges Skizzenbuch. Nichts Wildes, einfach nur das, was kommt.

Sabine_Dinkel_Blog_Morgenmuffel_Flow

Die Zeitschrift „Flow“ ist wirklich ein freundliches Druckerzeugnis: inhaltlich, visuell und haptisch beglückend

Wo Dos sind, sind auch Don’ts

Was ich in dieser kurzen „heiligen Phase“ des Tages (noch) nicht an mich heranlasse:

  • Radio
  • Nachrichten in jeglicher Form
  • Die Newsfeeds in meinen Social Media-Kanälen
  • Mein Smartphone-Display (ich gestehe, das übe ich noch)
  • Fachbücher oder –artikel

Diese Dinge würden mich schnell mit Reizen überfluten, mich unruhig machen und im schlimmsten Fall meine
Tagesplanung durcheinanderwirbeln.

Kurzum: die lasse ich in dieser Phase konsequent sein!

Insgesamt dauert mein Ritual, vom Meeresrauschen bis zum endgülten Aufstehen, ungefähr 60 Minuten. Danach dusche und frühstücke ich und starte mein Tagwerk.

Sabine_Dinkel_Blog_Morgenmuffel_gutdrauf

I feel good!

Wenn ich mir diese ruhige Phase morgens gönne, fühle ich mich gut ausgebrütet. Und bin auch nur wenig bis gar nicht morgenmuffelig.

Ich kann jedem empfehlen, sich ein individuelles Morgenritual zu schaffen. So freut man sich auch viel mehr aufs Aufstehen ;o)

PS.
Dieser Blogartikel entstand, weil ich mich durch einen prima Schreibnudel-Artikel von Gitte Härter herausgefordert gefühlt habe.

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6 Kommentare zu “Meine 3-Schritte-Entmuffelung”

  1. Silke Bicker sagt:

    Hallo Frau Dinkel,

    musste beim Lesen heftig nicken des Öfteren und aus meiner Perspektive: JA zu Morgenritualen und erstmal in Ruhe in den Tag finden ;- ohne News, ohne Hektik und in meinem Tempo samt Morgenritual: Aufstehen, Balkontür weit öffnen, frische Luft reinlassen, mich abbürsten und den Wasserkocher für die erste Teekanne anwerfen, … Das Ganze dauert bei mir ungefähr eine halbe Stunde in der ich nicht wirklich ansprechbar bin. Und wenn die nicht locker abläuft, fehlt mir was am Tag. Meistens jedenfalls :-)

    Danke in den Einblick Ihrer Tageseinstiegsphase!

    Bodenfreundliche Grüße
    Silke Bicker

  2. Hallo Frau Bicker,

    danke für Ihren Kommentar und das Mitlesen hier.

    Das mit dem Abbürsten kenne ich noch früher von meiner Mutter. Wenn man danach nicht wach ich, weiß ich auch nicht :oD

    Herzliche Grüße und auch weiterhin einen guten Tagesstart
    Sabine Dinkel

  3. Annette sagt:

    Hallo Frau Dinkel, ganz lieben Dank… bin über Ihren Ideen-Beitrag auf diesem Post gelandet. Der passt so gut zu mir. :-))) Habe endlich meinen Ruckel-Rhythmus gefunden. Und jetzt weiß ich auch: das ist gut so. Vielen Dank noch einmal für die Bestätigung! Viele Grüße an Ihre beiden Hunde-Damen! :-)

    1. Liebe Annette,
      vielen Dank für den netten Kommentar! Wie schön, dass Sie sich bestätigt fühlen und Ihren Ruckel-Rhythmus gefunden haben. Ich finde das auch total wichtig, weil ein guter Start den Tag hübsch bunt einfärbt.
      Liebe Grüße & Wuff :-)
      Sabine

  4. Mary sagt:

    Hallo Sabine,

    kannst du mir bitte den Hersteller und das Modell deines Lichtweckers sagen?
    Das wäre super!

    Danke im Voraus!

    Beste Grüße

    Mary

    1. Na klar, gern:
      „Light’n wake“ von Elta, Artikel-Nr. 4567. Gekauft habe ich ihn vor Jahren bei Pro Idee. Dieses Modell ist dort jedoch nicht mehr im Katalog. Aber vielleicht findest du einen ähnlichen oder einen gebrauchten über eBay.

      Viel Glück!

      Liebe Grüße
      Sabine

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