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Erneut bei Radio Bremen: Gesprächszeit mit Doofmannsgehilfen

Nur vier Wochen nach meinem ersten Interview auf Bremen zwei kam eine weitere Anfrage von der Journalistin Kerstin Burlage. Ich war begeistert und sagte sofort zu.

Die Sendung lief am 4. März 2019 live, inzwischen könnt ihr sie auch in der Mediathek anhören.

Ich übernehme hier mal den wunderbaren Wortlaut, mit dem mein Beitrag auf der Website des Senders angekündigt wird:


Sabine Dinkel
Coach und Autorin mit Krebs-Erkrankung

Sabine Dinkel ist mit den Herausforderungen des Lebens schon immer kreativ umgegangen: Als Coach und Existenzgründerberaterin ist sie es gewohnt, Dinge aus verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten. Seit 2015 muss sie sich einer besonderen Herausforderung stellen: Der Diagnose „Krebs im fortgeschrittenen Stadium“. Doch sie schafft es, auch dieser etwas Positives abzutrotzen.

Sabine Dinkel sucht und findet immer positive Aspekte im Leben. Die vermittelt die Hamburgerin auch in den Büchern, die sie schreibt und selbst illustriert. „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ – so heißt der Ratgeber, den Sabine Dinkel schon bald nach ihrer Diagnose geschrieben hat. Eine Art Selbsthilfe, denn auf der Suche nach einem Ratgeber zum Thema sei sie nur auf „gruselige“ Literatur dazu gestoßen, erzählt sie. Also schrieb sie ein Buch, das sich ganz praktisch an dem orientiert, was sie selbst als Patientin erlebt hat. Ergänzt hat sie das Ganze um ihre Zeichnungen:

„So fing das dann an: Dass ich meinen Zustand, den ich gar nicht in Worte fassen konnte, in Zeichnungen gepackt habe, obwohl ich gar keine Lust hatte, zu zeichnen. Aber ich merkte dann, es tut mir gut, dass da etwas auf dem Papier ist.“

Von „Doofmannsgehilfen“ und „Schnieptröte“

Ihre comicartigen Illustrationen machen manchmal nachdenklich, meist sind sie heiter – oder saukomisch. Humorvoll und kreativ ist auch ihre Sprache – im Buch, wie im tagtäglichen Leben: Der Krebs heißt bei ihr grundsätzlich „Schnieptröte“, die Chemotherapie nennt sie „Schorle“ und Metastasen sind „Doofmannsgehilfen“. Das ist nicht nur ulkig, sondern hat auch einen Sinn, sagt Sabine Dinkel:

„Wenn ich sie mir als Doofmannsgehilfen vorstelle, sehe ich da jemand Dickes in einer kleinen Latzhose, vielleicht noch mit einem Werkzeug in der Tasche und dann muss ich gleich grinsen und ich seh nicht so eine garstige Krebszelle, die mich irgendwie töten will.“

Lebensmut durch intensiven Genuss

Ihr Lebensmut und ihr Humor, so die 51-Jährige, sind durch die bedrohliche Krankheit gewachsen, die sie auch gelehrt hätte, die kleinen Dinge mehr zu wertschätzen:

„Es ist tatsächlich so, dass ich unterm Strich sagen kann, dass ich das, was gut ist, auch viel intensiver erlebe und viel mehr genieße.“

In der „Gesprächszeit“ erzählt Sabine Dinkel vom Leben mit der Diagnose Krebs, dem Glück, eine Basset-Hündin als Mitarbeiterin zu haben, und sie erklärt, warum es gut sein kann, seinen eigenen Tod zu zeichnen – zum Beispiel als Mann in lila Jogginghosen.


Das Gespräch zum Anhören:
„Ich will dem Krebs den scharfen Stachel ziehen“ – Sabine Dinkel, [38:23]

Moderation: Kerstin Burlage

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 4. März 2019, 18:05 Uhr

 

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