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TV-Doku ist fertig!

Hier kann der 20-minütige Beitrag kostenfrei angesehen werden:
„Sterben gehört zum Leben dazu“


„Liebe Frau Dinkel, zu Ihrer Anfrage:
RTL wird (wg. der großen Nachfrage und Bedeutung des Themas) unseren Film ausnahmsweise (!) bei einem außerhäusigen Videokanal einstellen. Das ist wirklich ungewöhnlich und nicht üblich. Klasse !

(…) Der Kanal heisst Vimeo.

Mehr Details später, wenn technisch alles geregelt ist.“

Hach, was für ein Erfolg!


„Sterben gehört zum Leben dazu“. Und für’s Leben hab ich mir dieses schöne Kleid ausgesucht.

Die Doku „Sterben gehört zum Leben dazu“ (23 Minuten) ist in der Mediathek von RTL derzeit nicht mehr kostenfrei abrufbar.

Sie soll laut Aussage von Filmemacher Michael Harkämper spätestens im August 2018 auf Vimeo online sein. Ich werde sie dann umgehend verlinken.

Ich habe nach der Ausstrahlung mehr als 100 Zuschriften bekommen, weil die Menschen so berührt waren.


Ursprünglicher Beitrag kurz vor der Ausstrahlung:

Wie ich gestern erfuhr, stehen die Chancen gut, dass die TV-Doku, bei der ich mitgewirkt habe, nun gesendet wird.

Es handelt sich dabei um die Doku über meine Lebens- und Sterbeamme Claudia Cardinal, zu der wir im Januar die Dreharbeiten hatten und für die ich auch ein privates Videotagebuch geführt habe. Ich wurde auch dabei gefilmt, wie ich mir in der Boutique LINSTIL u.a. mein Geburtstagskleid aussuchte, in dem ich hier auf der Reha in der Tanztherapie durch den Raum geschwebt bin. ;o)

Ich habe wirklich keine Ahnung, was von dem Material ausgewählt und wie das zusammengeschnitten wurde.

Da es sich um den Sender RTL handelt, ist eine gewisse Skepsis durchaus angebracht. Doch vertraue ich darauf, dass der Filmemacher daraus nix Reißerisches gemacht hat.

Montag, 12. März 2018
Uhrzeit: 22.15 bis 23.30 Uhr (unser Beitrag läuft irgendwann in diesem Zeitraum)
RTL im Rahmen der Sendung: „Extra“ mit Birgit Schrowange

So verarbeite ich mein Lampenfieber vor der Ausstrahlung.

Da mich dieses Unbehagen zwickte und ich es dem Filmemacher Michael Hartkämper mitteilte, schrieb er mir gleich diese Zeilen zurück:

„Liebe Frau Dinkel,

kam eben erst aus dem Endschnitt. Bin nun echt groggy. Der Film ist wesentlich länger geworden, weil er bei den Entscheidungsträgern sehr gut ankam.

Ich bin auch zufrieden. Ne Menge Arbeit und Aufwand findet mal Anerkennung. Das ist nicht immer so. Die 23 Minuten (!!!) haben Qualität. Emotionale Dichte, Sachinfos, authentische Protagonisten mit hochinteressanten Stories.

Was will man mehr?

Wir hoffen nun, dass bis Montag nichts mehr dazwischen kommt, das die Sendung noch umschmeißen könnte …“

***

Jetzt bin ich noch aufgeregter!
Doch auch viel positiver!

PS.
Ob man die Doku später noch in der Mediathek sehen kann, weiß ich nicht. Am schönsten wäre es ja, wenn sie auch irgendwann auf YouTube zu sehen ist. Ich selber kann sie leider nicht aufzeichnen, da ich ja noch in der Reha bin. Und zuhause haben wir keinen Fernseher.

 

Gleich weiterstöbern:

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9 Kommentare zu “TV-Doku ist fertig!”

  1. Caroline Löprich sagt:

    Liebe Frau Dinkel,

    seit gestern Abend gehen Sie und Frau Cardinal mir nicht mehr aus dem Kopf.

    Mein Name ist Caroline Löprich, bin 38 Jahre JUNG, habe eine 10-jährige Tochter und komme aus Übach-Palenberg. (Diese Weltmetropole liegt bei Aachen…)
    Im April 2013 wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert. Es folgten mehrere OPs, Chemotherapie und Bestrahlung. Schon 2 Jahre später als meine rechte Brust aufgebaut wurde, war für mich klar, dass ich wieder gesund bin und dieser blöde Krebs mir nichts anhaben kann. Nie wieder, schließlich bin ich eine KÄMPFERIN!!!
    Im Sommer 2017 hat sich dann überraschenderweise mein Mann, mein Fels in der Brandung, von mir getrennt. Eine Welt ist für mich zusammengebrochen und es hat mich mehr getroffen als mein Brustkrebs damals.
    Am 18. Januar 2018 erfuhr ich, dass ich überall im Körper verteilt Metastasen habe.
    Von da an denke ich fast durchgängig an meinen Tod. Ich habe große Angst davor. Ich bin/ war ein sehr lustiger Mensch, immer einen passenden Spruch auf Lager. Das mochten auch viele Patienten an mir. Ich bin med. Fachangestellte und habe 10 Jahre in der Strahlentherapie und 3 Jahre in der Onkologie gearbeitet. Ich kenne beide Seiten – das hat Vorteile aber auch jede Menge Nachteile, wenn man so wie ich Angst vor dem Sterben hat. Diese lebensbejahende Einstellung habe ich leider irgendwo verloren.
    Ich bewundere Ihre Einstellung und das Engagement von Frau Cardinal.
    Der Beitrag gestern bei RTL hat Einiges bei mir ausgelöst. Ich überlege jetzt auch mich an eine Sterbeamme zu wenden.
    Im näheren Umkreis von Aachen habe ich jetzt leider keine gefunden. Ich bleibe aber am Ball.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute

    Caroline Löprich

    1. Sterbeammen sind noch recht selten – leider
      aber nach Sterbebegleitung suchen sollte doch irgendwie Erfolg haben …

      Auch KrankenhausseelsorgeInnen können das.

      Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft und Mut
      und dass Sie bald Menschen finden, die Sie begleiten mögen :-)

      LG, Hiltrud

    2. Liebe Frau Löprich,

      ich danke Ihnen von Herzen für Ihre offenen und mutigen Zeilen.
      .
      Es tut mir sehr leid, dass Sie all diese schlimmen Erfahrungen machen müssen, da wird Ihnen ja richtig viel zugemutet! Kein Wunder, dass Ihnen Ihre so wunderbare lebensbejahende Einstellung gerade abhanden gekommen ist.
      .
      Ich werde mal Claudia Cardinal fragen, ob Sie eine Idee für Sie hat, wie Sie auch in der Nähe Ihrer Weltmetropole Übach-Palenberg eine wunderbare Begleitung erfahren können.
      .
      Bitte bleiben mutig. Jeder einzelne Tag zählt.
      .
      Ich schicke Ihnen ganz herzliche Stärkungsgrüße.
      Sabine Dinkel

    3. Liebe Frau Löprich,

      Ihr Kommentar in meinem Blog hat mich sehr berührt. Ich habe ihn daraufhin an Claudia Cardinal weitergeleitet.
      Sie hat Ihnen eine Antwort geschrieben, die ich Ihnen nun per E-Mail weitergeleitet habe.

      Herzliche Grüße
      Sabine Dinkel

  2. Birgit Scharnowski sagt:

    Liebe Frau Löprich,

    genau so wie mich der Bericht über Frau Dinkel berührt hat, tut das nun Ihr Kommentar hier. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie eine einfühlsame Begleitung finden; kein Mensch sollte so einen Weg alleine gehen müssen.
    Ich grüße Sie ganz herzlich.

    1. Liebe Frau Scharnowski,
      ich danke Ihnen sehr für die tröstlichen Zeilen an Frau Löprich. Sie haben recht: Kein Mensch sollte so einen Weg alleine gehen müssen.
      Wir finden eine Lösung.
      Herzlichst Sabine Dinkel

  3. Ingrid Weiß sagt:

    Liebe Sabine,
    der Bammel vor der TV- Doku ist mehr als verständlich, aber es war wirklich toll.Du hast mich sehr berührt. Ganz lieben Dank für deinen Mut zur Authentizität. Fühl dich von Herzen umarmt.
    Liebe Grüße
    Ingrid

  4. Edda sagt:

    Liebe Sabine,

    Dein TV-Auftritt ist super stark – genau wie Du.

    Meines Erachtens sollte RTL dieses authentische, mutmachende, vorbildgebende TV-Juwel nicht kostenpflichtig stellen, sondern im Gegenteil – ohne nervende Werbung! – Krebskongressen, Selbsthilfegruppen, der Deutschen Krebshilfe etc kostenlos zur Verfügung stellen.

    Kannst Du mir sagen, wen ich bei RTL anschreiben kann?

    1. Liebe Edda,

      1000 Dank für die tolle Rückmeldung! Ich sehe es so wie du, dass der Beitrag viel Potential hat.

      Das Video wird hoffentlich bald bei VIMEO hochgeladen. Ich schick dir dazu gleich eine Mail.

      Liebe Grüße
      Sabine

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