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Labsal im Elchland

Endlich. Schweden. Drei Wochen.

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Munter reiht sich Motiv an Motiv.

Die idealen Gefilde zum Runterkommen. Herrlich unaufgeregt, ziemlich bescheiden und wahnsinnig hübsch – ganz ohne eitel zu sein.

Und natürlich das perfekte Land für Hochsensible. Und Intros. ;o)

Die erste Urlaubswoche ist ja oft so eine Sache…

Der Ruhenerv unterliegt noch dem Sympathikus (das ist der hochtourige Modus, der bei Stress aktiv ist), der ein ziemlich strenges Regiment führt. An echte Entspannung ist noch nicht wirklich zu denken.

Wobei…denken ja, aber eben nicht fühlen. Noch erfasse ich den Urlaub rein kognitiv:

„Hey, wir haben Urlaub! Ich kann das noch gar nicht glauben. Haben wir es nicht gut? Es kommt mir noch so unwirklich vor.“

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Blick aus dem Ferienhaus in den Innenhof unserer Vermieter.

Erfahrungsgemäß brauche ich eine Woche, um den Brummkreisel (also mich) langsam auskreiseln zu lassen. Irgendwann kapiere ich, dass niemand mehr von oben auf mich drauf drückt.

Die Devise: Langsam runterschalten.

Hier folgt ein kleiner Einblick:

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Die dominierenden Farben des schwedischen Spätsommers: Goldgelb, Sattgrün und Knallblau.

Gegend erkunden

Dank Wilma und Frieda sind wir ständig in der Natur. Die beiden Nasentiere sind hier hier voll gefordert, so viele neue und geheimnisvolle Gerüche.

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Wilma und Frieda vor ihrer neuen Hundehütte.

Zudem schmeißen sie sich ständig voller Inbrunst in irgendwelche weichen Moose, Erdhaufen oder „Stinkestellen“ und wälzen sich wie besessen. Gut, dass ich das Hundeshampoo eingepackt habe…

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So geht das hier etwa alle 50 Meter…

Was hier in Schweden echt auffällt: alles ist so ordentlich. Der Rasen ist so gut wie überall ratzekurz gemäht.

Supermärkte inspizieren

Ich mag Supermärkte im Ausland. In Schweden sind die Supermärkte so herrlich entspannt, keiner schiebt oder drängelt. Die meisten Menschen gucken freundlich und nicht so verbiestert wie bei uns.

Die schwedischen Verpackungen haben zumeist ein tolles Design – und es gibt die irrsinnigste Knäckebrot-Auswahl überhaupt.

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Mitten am Strand: Eine echte Sonnenblume. Wilma demonstriert hier eindrücklich die Größenverhältnisse.

Zu meinen schwedischen Favoriten gehört zudem das köstliche SIA-Eis, das es inzwischen sogar laktosefrei gibt. Am liebsten mag ich die ICA-Supermärkte, in groß und klein.

Loppis stöbern

In Schweden gibt es sehr viele verheißungsvolle Schilder, auf denen „Loppis“ steht. Dahinter verbergen sich neben Flohmärkten oft auch niedliche Antiklädchen, die meist am Wochenende geöffent haben.

Ich habe gestern in einem kleinen Trödelladen tatsächlich einen unserer seltenen „Bauscher“-Becher für nur 3 schwedische Kronen gefunden. Das sind ca. EUR 0,31. Zuhause suche ich die schon seit Jahren…

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Ich habe schon seit meiner Kindheit einen Dosenfimmel. Hier in Schweden gibt es ganz wunderbare Exemplare.

Hier gibt es so viele schöne bunte Dosen – ich muss mich doch sehr beherrschen, da ich Zuhause gar nicht mehr weiß, wohin damit. Dennoch kam ich nicht drumherum, meine Blechdosensammlung dezent zu erweitern.

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Hier konnte ich nicht widerstehen, die Dosen habe ich für wenige Kronen erstanden.

Lesen und Schreiben

Jeden Urlaub begleitet mich ein Köfferchen Bücher (ganz klassische, aus Papier). Solange wir mit dem Auto unterwegs sind, fallen sie ja auch nicht ins Gewicht.

Diesmal begleiten mich unter anderem Romane von Jussi Adler Olsen (mit dem grusligen Titel „Schändung“…sehr spannend), Haruki Murakami (einer meiner Lieblingsautoren) und das Rosie Projekt von Graeme Simsion.

Ich liebe es, mich in Ruhe durch Bücher zu fräsen.

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Gegend. Meer. Und Strauch.

Da ich nicht den ganzen Tag Romane lesen mag, stöbere ich parallel dazu in freundlichen Fachbüchern. Das sind solche, die mich nicht gleich wieder in den Arbeitsmodus bringen (also nix in Sachen Coaching) sondern solche, auf die ich einfach Lust habe.

Dieses Mal habe ich unter anderem das Buch „Ein Zuhause für die Seele“ von Barbara Perfahl mitgenommen, damit fange ich als nächstes an. Barbara und ich kennen uns über Twitter-Treffen (live) und Facebook – und nun bin ich ganz gespannt darauf, mich in „fünf Schritten zum Wohlfühlzuhause“ zu lesen.

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Schwedische Klippa.

Und da ich gerade dazu Muße habe, blogge ich sogar ein bisschen (so wie jetzt).

Serien weginhalieren

Mein Mann und ich sind bekennende Serienjunkies. Serien am Stück zu gucken ist in unseren Urlauben ein Muss – wobei es Zuhause auch nicht wirklich anders ist ;o)

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Mit diesen Enten habe ich heute im Antiklädchen sehr geliebäugelt. Aber als Foto reichen Sie mir auch.

Unbewusst haben wir uns diesen Urlaub auf Kostümschinken konzentriert.

Gestartet sind wir mit The Tudors und verfolgen gespannt das (frei interpretierte) Leben von Heinrich VIII. Danach geht es mit Downton Abbey Staffel 5 weiter, eine sehr hochwertige Herzschmerz-Serie mit den schönsten Kleidern der Welt ;o)

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Und wieder: Gegend

Und wenn dann noch Zeit übrig ist, wartet das Jahr 1909 mit Mr. Selfridge und seinem pompöses Kaufhaus auf uns.

Ein echtes Kontrastprogramm zu unserem letzten Urlaub, wo wir uns bei True Detectives und House of cards festgebissen haben (wobei Francis Underwood echt eine fiese Möpp ist).

Surfen, Facebook & Twitter

Da wir hier so ein verdammt schnelles Internet haben – viel schneller als alles, was ich in Deutschland nutze – surfe ich ab und zu auch in der Gegend herum. Aber dosiert.

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Zur Strafe für einen bösen Streich an einem Wichtelmann wurde Nils Holgersson selbst in ein Wichtelmännchen verwandelt. Puh.

Damit ich nicht Gefahr laufe, mich zu sehr aus dem Urlaubsmodus zu bringen, habe ich mir ein paar Regeln auferlegt, an die ich mich halte:

  • Bei Facebook und Twitter poste ich nur selber etwas und reagiere auf Kommentare, die man mir schenkt.
  • Aber: Ich lese keine Newsfeeds.
  • Beim Surfen klicke ich nur auf Seiten, die freundlich sind. Keine News.

Klappt bisher ganz gut.

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Große Ladefläche – ideal für Flohmarktschätze.

Ratz mit Rübe auf Matratz

Da das mit dem Ausschlafen leider so gar nicht klappt, (Co-Trainerin Wilma denkt nicht daran, ihren Mampf-Rhythmus im Urlaub nach hinten zu verlegen) ist spätestens um 6:30 Uhr einer von uns fällig, die Bassetinen zu füttern und mit ihnen vor die Tür zu gehen.

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Wilma und Frieda diskutieren mit Irma (dem Hund unserer Vermieter) über die Essenszeiten. Frieda sieht das mit dem frühen Aufstehen kritisch.

Wenn man dann eh schon wach ist, kann man auch gleich eine Kanne Kaffee kochen, grrrrr. Diese wird dann allerdings zwingend im Bett getrunken.

Und am Nachmittag, wird ein gepflegtes Mittagsschläfchen geschlafen.

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Jetzt aber schnell nach Hause – der Pansen wird welk!

Mal gucken, was die zweite Woche so bringt.

Ich schätze mal, dass sich nicht allzu viel am Programm ändern wird. Jedoch dürfte sich so etwas wie ein zartes und wohliges Urlaubsgefühl breit machen, das auch im Körper ankommt.

Vielleicht blogge ich weiter. Mal gucken.

Alles kann – nichts muss :o)

PS.
Ich habe tatsächlich weiter gebloggt:
Teil 2: Sind sie zu süß, bist du zu Touri!
Teil 3: Skinksnitzel meets Kogödsel
Teil 4: Sieben Dinge, die ich in Schweden gelernt habe

Gleich weiterstöbern:

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12 Kommentare zu “Labsal im Elchland”

  1. sonja off sagt:

    Oh, das klingt traumhaft, liebe Sabine! Da könnte ich mich glatt einschleichen und unauffällig integrieren. Genau mein Ding!
    Eine schöne zweite Woche wünsche ich Euch!

    1. Vielen Dank, liebe Sonja. Es würde euch und euren Vierbeinern auch wirklich soooo gut gefallen hier.

      Doch dort, wo ihr wohnt, ist es ja genau so schön ;o)

      Liebe Grüße
      Sabine

  2. A-Nett sagt:

    Liebe Bine, ich wünsche euch noch eine tolle Zeit im gemytlige Sverige … Dass du noch weiter ‚runter fährst und die Zeit vergisst

    Und vielen Dank für diesen entspannenden Blog am Sonntagmorgen …. Tat mir gut!!

    1. Liebe A-Nett,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die prima Wünsche. Ich freue mich, dass dir der Blogartikel gut tat.
      .
      Erst dachte ich „Soll ich wirklich darüber bloggen, es passiert hier ja eigentlich nix Spannendes.“ Aber dann dachte ich, dass vielleicht genau das ja mal ganz schön ist ;o)
      .
      hej då
      Sabine

      1. Dagmar sagt:

        Liebe Sabine,
        gerade weil es so unspektakulär scheint.. schön dass Du es trotzdem gepostet hast. Ich kenne das mit den Sympathikus-Botschaften… Die sind leider gar nicht so sympathisch. Aber es zu wissen, bringt doch viel, um zu wissen wie man mit diesen Typen am besten umgeht.
        ..gut, wenn Du gleich 3 Wochen geplant hast.
        erhol Dich weiter gut … und schreib oder zeichne ruhig weiter so süß..
        :-)

        1. Liebe Dagmar,
          .
          ich freue mich über deinen Kommentar, danke schön :o)
          .
          Ja, der Parasympathikus hat so langsam mehr Wumm. Das merke ich an etwas sehr Kuriosem:
          Ich kriege gerade Lust, Apfelbrötchen zu backen!
          Backen?!? Ich?!? Zuhause tue ich sowas nicht. Viel zu wuselig.
          Hier in Schweden google ich gerade Rezepte.
          Mal gucken, ob ich das wirklich mache. Wir haben sehr saure Äpfel an einer Apfelplantage gekauft, die würden sich gut im Teig machen.
          .
          Soviel dazu, wenn das Kreiseln nachlässt ;o)
          .
          Ja, zeichnen tue ich hier auch gerne, in Form von ganz kleinen comichaften Bildchen. Bloß nix Großes.
          .
          Viele Grüße
          Sabine

  3. Olga sagt:

    Es ist wunderschön! Danke dass Du uns an diesen Eindrücken teilhaben lässt. ;)

    1. Sehr gerne, liebe Olga. Es freut mich sehr, dass es dir auch gefällt.

      Viele Grüße
      Sabine

      1. Olga sagt:

        Ich fahre seit über 2 Jahren jede Woche 2 mal durch Schweden. Allerdings an der Westseite lang und dann weiter nach und durch Norwegen. Und ich kann mich nachwievor nicht satt sehen. Entdecke immer neues und möchte irgendwann mal eine private Tour durch diese Länder machen. Mit ganz viel Zeit für Bilder und Eindrücke. Ich sehe und lese gern was ihr so erlebt.
        Euch noch ganz viel Spaß !

        1. Wow, da kommst du ja richtig herum. Dann wünsche ich dir, dass du Schweden ganz bald auch privat genießen kannst.

  4. Anja sagt:

    Jetzt erst habe ich Deinen BlogArtikel über Schweden gelesen, liebe Sabine. Ach es ist herrlich „dabei zu sein“ und ein bisschen teilhaben zu können. Wie immer, wenn Du schreibst, sehr lustig und locker und informativ. Danke dafür. Viel Spaß noch, wo immer Ihr gerade seid. Herzliche Grüße, Anja

    1. Liebe Anja,
      .
      ich freue mich über deinen Kommentar. Hier denke ich andauernd „ideales Land, um mit dem Wohnmobil herumzudüsen“. Ideal für dich und Pio :o)
      .
      Wir schnacken, wenn ich wieder da bin, ich freu mich drauf!
      .
      Liebe Grüße
      Sabine

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