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Von Einweg-Schlüppis und anderen Tabuthemen: kleiner Einblick in meine Lesungen

Bei Hapag Lloyd hatte ich neulich meine Feuertaufe.

Im Rahmen der Mitarbeiterveranstaltung „Lunch & Learn“ habe ich meine erste Lesung gehalten. Ich schätze, es waren 18 MitarbeiterInnen, die mutig und interessiert dabei waren.

Der Witz:
ich bin kaum zum Vorlesen gekommen, da so viele wertvolle Fragen gestellt wurden, die natürlich absolute Priorität hatten.

Zum Beispiel:

  • Wie bist du vorgegangen, als du dich „geoutet“ hast?
  • Wenn man einmal Krebs hatte, hat man dann nicht immer Angst, dass er zurück kommt?
  • Was tun, wenn ein guter Freund aus lauter Angst vor Schnieptröte trotz Beschwerden nicht zum Arzt gehen mag?

Ich war begeistert! Und voll in meinem Element.

Ich habe kurzerhand meinen geplanten Ablauf über den Haufen geworfen und improvisiert. Gut, dass ich Improtheater spiele und davor keinen Bammel habe.

Die Lesung war in Nullkommanix vorbei, dabei hätte ich noch stundenlang weitererzählen können.

In Kiel bei der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft habe ich den Ablauf etwas verändert. Ich ließ mich, während ich etwas zeigte oder vorlas, mit Fragen bewerfen. Also wortwörtlich. So konnte ich zwischendrin immer eine der Fragen aufgreifen – ebenfalls wortwörtlich – und beantworten.

Hier waren es andere Themen:

  • Lohnt es sich, ein Buch zu schreiben?
  • Was bedeuten deine Hunde für deine Genesung?
  • Was macht eine Lebens- und Sterbeamme, wie findet man eine und was kostet das?

Im Laufe der Lesung hatten wir außerdem ein pinkantes Tabu-Thema am Wickel: Was tun, wenn man durch die Chemo „imperativen Stuhldrang“ hat und weit und breit keine Toilette in Sicht ist?

Ich demonstrierte hierzu eindrücklich, wie es ist, wenn man in einer solchen Lage zusätzlich zwei sture Bassets an der Leine hat, die partout nicht einsehen wollen, dass Muddi schnellstmöglich nach Hause muss.

So kamen wir auch auf das Thema „Einweg-Schlüppis“ zu sprechen. Das Thema stieß auf große Resonanz. Eine der Teilnehmerin verkündete sogleich vergnügt: „Die sind ab morgen bei dm-Drogerie im Angebot!“

Wir zogen gemeinsam Vergleiche. „Also die von Tena Lady geht gar nicht, die macht einen Entenarsch.“ oder „Ich persönlich finde die von Allways am besten, die tragen nicht so auf.“

Wir haben so gelacht! 😂

Und damit auch echten Mehrwert generiert, dass selbst solche Themen wie „Inkontinenz“ kein Tabu sein müssen.

Als ich nach 1,5 Stunden zum Ende kam, guckten mich alle noch ganz erwartungsfroh an, keiner stand auf. Ich dachte noch kurz an eine kleine Tanzeinlage – ja, wenn ich so richtig in Fahrt bin, gehen selbst mit mir als Intro die berühmten Pferde durch -, konnte mich aber gerade noch beherrschen und bemerkte zudem meinen knurrenden Magen.

Abschließend habe ich noch Bücher mit Widmungen versehen und wertvolle Gespräche geführt, bis ich dann mit all meinem Geraffel, von zwei TeilnehmerInnen begleitet, zum Auto hüpfte. Also innerlich hüpfte.

Und zur Krönung dieses wunderbaren Tages war ich noch mit zwei meiner „Eierstöcke“ in der Traum GmbH zum Pizza essen.

Fazit:

Ich fühle mich bei Lesungen irgendwie pudelwohl. Stundenlang könnte ich Anekdoten erzählen, Tipps geben und Dinge vorführen.

Daraus sollte ich wirklich ein Workshop-Konzept machen, das geht gar nicht anders. Doch erstmal genieße ich meine Reha – 3 Wochen Föhr! – und freue mich auf die bereits geplanten Humor-Workshops im April und Juni.

Sie interessieren sich für eine Lesung?
Dann schauen Sie gerne mal hier: FAQ Lesungen

Hier noch ein paar visuelle Eindrücke:



Gleich weiterstöbern:

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2 Kommentare zu “Von Einweg-Schlüppis und anderen Tabuthemen: kleiner Einblick in meine Lesungen”

  1. Ute von Strünk sagt:

    Liebe Sabine,
    Du bist einfach klasse! Das muss ich Dir jetzt einfach mal sagen!
    Wir haben uns vor fast 10 Jahren kurz in der HH Handelskammer kennengelernt und bei XING vernetzt. Deinen Weg habe ich stets verfolgt und bin wirklich sehr beeindruckt, wie Du ihn gehst.
    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute und weiter so viel Freude und wertvolle Erlebnisse und eine schöne Zeit auf Föhr!

    Mit herzlichen Grüßen
    Ute

  2. Liebe Ute,
    ja, ich erinnere mich noch sehr gut an unser Kennenlernen. Ich danke dir sehr für deine Worte und grüße dich ganz herzlich von Föhr! Hier ist es einfach wunderschön.
    Sabine

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