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Losruckel-Lose gegen diffusen Frust

Es gibt so Tage, da schiebt man – besonders als Hochsensibelchen – einen Frust, ohne zu wissen, wer oder was der Auslöser ist. Oder man weiß es, kommt aber aus der komischen Stimmung einfach nicht raus.

Sabine-Dinkel-Monster

Diffuser Frust lähmt oft mehr als konkreter

Ich bezeichne mich an solchen Tagen als „vermaust“ und habe zu nix Lust. Diesen Zustand kann ich aussitzen oder wegschlafen – oder versuchen, ihn aktiv zu beenden.

Mehr als eine Melancholie – weniger als eine Depression

Um so eine Vermausung aktiv zu vertreiben, habe ich mir die „Losruckel-Lose“ ausgedacht.

Das Ausdenken funktioniert am besten, wenn ich gerade gut drauf bin und viele Ideen habe. Im frustigen Zustand kann ich sowas nicht. Daher ist es gut, für den Fall der Fälle gerüstet zu sein.

Dazu habe ich mir ein Kästchen gesucht, das mir gut gefällt. In diesem Fall ist es ein kleiner Miniatur Brotkasten aus einer Puppenstube.

Sabine-Dinkel-Losruckel-Lose

Diesen Puppen-Brotkasten habe ich mal auf dem Flohmarkt gefunden.

Dann habe ich mir schönes buntes Papier gesucht und kleingeschnitten. Diese kleinen Zettel habe ich in „Lose“ verwandelt.

Pro Zettel habe ich eine kleine Tätigkeit aufgeschrieben, die mir unter normalen Umständen Freude macht.

Zum Beispiel:

  • einen Blumenstrauß pflücken gehen
  • innerhalb von 30 Sekunden ein Nasenmännchen zeichnen
  • einen Espresso trinken
  • mir die Hände eincremen und die Finger durchmassieren
  • ein Lied lang tanzen
  • 5 Minuten auf dem Trampolin hüpfen
  • einem lieben Menschen eine Postkarte schicken
  • ein Stück Schokolade naschen
  • etc.

Wenn ich nun also in dieser komischen Stimmung bin, ziehe ich ein Los aus besagtem Kästchen.

Sabine-Dinkel-Losruckel-Lose

Viele kleine Wiederbeleber :o)

Dazu habe ich mit mir vereinbart: Das, was auf dem Los steht, wird auch gemacht, ob ich nun gerade dazu Lust habe, oder nicht.

Sabine-Dinkel-Losruckel-Lose

Und wenn es nur ein Zweizeiler ist: das Gedicht wird gereimt!

Manchmal ziehe ich auch insgesamt 3 Lose über den Tag verteilt.

So gut wie immer wirkt die auszuführende Kleinigkeit als Separator, sie trennt zwischen „Vermausung“ und „sich wieder besser fühlen“.

Das bedeutet nicht, dass ich mich dadurch plötzlich pudelwohl fühle. Aber die Chancen steigen enorm. Und ich komme meistens aus dieser seltsamen Stimmung raus.

Bei solchen spielerischen Dingen sage ich mir immer:
Im besten Fall machen Sie mich heiter, im schlimmsten Fall bringen sie nix. Dann kann ich mich ja immer noch weiter einigeln.

Und hier noch das Ergebnis aus meinem Reim-Los:

Heut sieht man dunkle Wolken ziehn
Und Bassets schnell ins Trock’ne fliehn

Sabine-Dinkel-Wilma-Frieda

Inspired by: Co-Trainerin Wilma (mit Kopftuch) und Azubine Frieda

 

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8 Kommentare zu “Losruckel-Lose gegen diffusen Frust”

  1. Bettina Schöbitz sagt:

    Was für eine bezaubernde Idee! Danke…die werde ich mir gleich morgen nachbasteln! Klasse.

    1. Ach, das freut mich, liebe Bettina. Mein kleines Kästchen habe ich auch meistens dabei, es ist ja kaum größer als eine Streichholzschachtel. ;o)
      Viel Vergnügen beim Losruckeln!

  2. Wunderbar! Zusatzidee: solche Fotos in eine Dose packen wie das von den Bassets, das zaubert auch sofort ein Schmunzeln ins Gesicht.

    1. hahaha, liebe Zamyat, eine gute Idee! Danke!

  3. Silke Bicker sagt:

    Tolle Idee – werde ich auch nachbasteln :-)
    Vor allem, man weiß ja, was einem gut tut und tut es oft nicht…

    1. Vielen Dank, das freut mich! Genau, so kann man es sich spielerisch mit Kleinigkeit schön machen.

    1. Das freut mich, liebe Christina! Danke!

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