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Von suizidalen Erpeln und Gewittertierchen

„Kribbelt das bei euch auch so?“
„Hör mir auf! Und man sieht sie noch nicht mal!“

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Alles so schön bunt hier.

„Hast du etwa ein Pferdeschwanz-Gesicht?“
„Nein, ich bin die mit der Bienennase!“

Diese Sätze mögen etwas befremdlich klingen – waren aber durchaus typisch für dieses Wochenende. Gerade auch zu den Zeiten, wenn wir staunend und kichernd vor den fertigen Bildern standen.

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Künstler und Künstlerin präsentieren ihre Werke.

Wir hatten zudem eine lustige Diskussion über die mit Abstand unbeliebtesten Tiere dieser illustren Runde: Zecken

Niemand von uns konnte sagen, warum es diese ekligen Biester überhaupt geben muss.

Wobei Teilnehmerin Lisa diesen possierlichen Blutsaugern durchaus eine positive Seite abgewinnen konnte:

Man kann sich nämlich nach einem Spaziergang so herrlich gegenseitig nach den Viechern absuchen – sofern man jemand hat, der diese pikante Angelegenheit mit einem teilen mag ;o)

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Erinnert an Affen, die sich lausen: Zeckensuche. Blieb uns zum Glück erspart. Im Gegensatz zu den Gewittertierchen, die uns am Freitag dezent in den Wahnsinn trieben.

Aber auch Segelschiffe und Sprungfeder-Haarbüschel gab es zu bestaunen.

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Endlich mal wieder Schabernack treiben, wie früher als Kind.

Worüber ich hier eigentlich berichte?

Über den zweiten „Nasenmännchen-Workhop“ in Mecklenburg-Vorpommern.

Analog-Selfies

Analog-Selfies

Das ist der Wochenendworkshop, bei dem es um das lockere und unverkrampfte Zeichnen gehen soll. Fernab von Flipchart-Training, goldenem Schnitt oder Komplementärfarben.

Ohne das „freie Kind-Ich“ geht hier gar nix.

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Mit einem lässigen Kick wird der Bengel eingenordet ;o)

Am ersten Tag schien die Sonne – wir konnten also die ganze Zeit im Garten und im Carport zeichnen – denn dort hängt seit kurzem eine über vier Meter lange Schultafel.

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Mit großem Schwung an der Tafel malen.

Auch haben wir barfüßig im Gehen gezeichnet; wobei das mit dem Barfuß dem schönen Wetter geschuldet war.

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Ich hätte in der Woche davor beim Disteln Stechen besser meine Brille aufsetzen sollen… Ging aber alles gut ;o)

Zeichnen im Gehen – wieso das denn?

Das hilft, einen lockeren Strich zu üben, besonders wenn man später vor Publikum auf einer Bühne zeichnen will. Da sitzt man ja auch nicht an einem Tisch und möchte locker aus dem Handgelenk etwas zu Papier bringen.

Mittagessenplätzchen.

Mittagessenplätzchen.

Am ersten Abend gab es „Pfännchen-Essen“. Jede(r) konnte sich zurechtbrutzeln, was er mochte und was er verträgt. Denn es ist ja doch immer eine ganz schöne Herausforderung, so viele Geschmäcker unter einen Hut – oder in die Pfanne – zu bringen. Da ist Raclette perfekt.

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Und warum wollten die Teilnehmer zeichnen üben?

„Ich möchte nicht immer erklären müssen, was ich gezeichnet habe.“
„Ich möchte lernen, wie ich Konflikte visualisieren kann.“
„Ich möchte mein Geschriebenes gerne mit Bildern unterstützen.“
„Ich möchte meine Aufgaben an der Grundschul-Tafel gerne mit kleinen Bildern aufheitern.“
„Ich möchte Daten in Bilder übersetzen können.“
„Ich möchte mir ein Bildvokabular aufbauen.“
„Ich erhoffe mir über Zeichnungen, Kinder mit Asperger leichter zu erreichen.“

Dies war ein kleiner Auszug dessen, was die Juli-TeilnehmerInnen sich für das Wochenende gewünscht haben.

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Erfreulich, dass hier mal nicht die typischen Klischees bedient wurden.

Am zweiten Abend, beim außerhäusigen Essen, ist leider bei einer „Spezial-Mahlzeit“ etwas schiefgegangen.

Die Rache des Hahns

Das Hühnerbein im Topf war etwas zäh, naja, eherlicherweise muss ich schreiben: sehr zäh. Und das, obwohl das Geflügel von Frank kam.

Frank züchtet nämlich glückliche Hühner, die voll tolles Futter bekommen und während ihres Lebens lustig draußen rumrennen dürfen.

Womöglich war es doch die Rache des Hahns, dass er am Ende – trotz bester Haltungsbedingungen – verspeist werden sollte.

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Das Huhn in dem großen „Kollektiv-Topf“ hat uns aber sehr gut gemundet.

Blöderweise passiert sowas ja zu allem Überfluss bei den Teilnehmern, die aufgrund von Nahrungsmittel- unverträglichkeiten nicht alles essen können. Daher war es dem Koch an dem Abend auch nicht möglich, so schnell ein Ersatzgericht zuzubereiten.

Er und ich waren ganz schön zerknirscht und die Teilnehmerin noch hungrig.

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Malerische Kulisse vor dem Gutshaus Rothen. Wie man an der typischen Handbewegung sieht, gab es auch wieder Gewittertierchen.

Das hat mein Mann am nächsten Tag hoffentlich mit den drei riesigen Portionen „Triccolore“ wieder wettgemacht. Triccolore ist ein vegetarischer Auflauf mit Tomaten, Zuchini, schwarzen Oliven, Zwiebeln und Feta.

Das ideale Sommergericht.

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Teilnehmer Dirk gibt uns einen Einblick in seine zweite Berufung – neben seinem Dasein als Trainer und Business Coach ;o)

Jetzt liest sich das schon wieder so, als hätten wir nur gegessen…

Natürlich haben wir in der restlichen Zeit gezeichnet:
Von kleinen Skribbles bis hin zu großen Motiven auf der Tafel.

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Wo sonst Tischtennis gespielt wird, wurde emsig gezeichnet.

Den Rest des Wochenendes genießt man am besten beim Durchgucken der Bilder am Ende dieses Artikels.

Sabine_Dinkel_suizidaler_Erpel

Und dann war da noch dieser Erpel, den Lisa vor einigen Jahren mal mit 18 km/h überfahren hatte… Aber das ist eine andere Geschichte, die Lisa vielleicht mal selbst erzählen wird.

Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre herrlich lockere Zeichenfreude und für die tollen Rückmeldungen. Und ich freue mich schon auf den nächsten Workshop im November (es gibt nur noch 2 freie Plätze).

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Gasthund Sallie darf auf jeden Fall wiederkommen. Alle hatten sie sofort ins Herz geschlossen.

Für Hamburger ist inzwischen sogar eine Förderung möglich (ich helfe gerne weiter).

Viel Vergnügen mit der Bildergalerie:

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