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Hallo?! Ich war nicht untätig! – Dialog mit meinem Tumormarker * Wer mag mir helfen?

Tumormarker: „Heute hab ich ein prima Rätsel für dich: ich bin seit den letzten fünf Zaubertränken weder gesunken noch gestiegen. Was bedeutet das wohl?“ (grinst listig, die dürren Ärmchen selbstbewusst in die Hüften gestemmt)

Ich: (wütend) „Dass ich jetzt verdammt schlechte Laune und Angst um mein Leben habe!“

Tumormarker: „Wieso das denn? Immerhin hab ich mich entschlossen, nicht zu steigen.“ (reißt gespielt theatralisch die Augen auf)

Ich: „Na toll, und dafür habe ich mich in den letzten Monaten so gequält? Bin müde für drei, habe weder Haare auf dem Kopf noch im Gesicht und einen Geschmack im Mund, der jedes Stück Torte in einen bitten Seifenkuchen verwandelt! Von meinen tauben Füßen und Onkel Nausea will ich gar nicht erst anfangen … Wenn das mal nicht ein sehr hoher Preis dafür ist, dass Herr Tumormarker sich darin gefällt, einfach untätig zu sein!“

Tumormarker: „Hallo? Ich war nicht untätig! Immerhin habe ich mich bemüht, nicht zu steigen und somit gegen mein Naturell gehandelt. Schließlich strebe ich dank meiner Urheber nach höher, schneller, weiter!“

Ich: „Na toll, ich ja nun nicht mehr … ich muss Dank dir mal wieder mein WOFÜR suchen gehen. Das geht mir nach drei Jahren Zwangsgesellschaft allmählich auf den Geist!“

Tumormarker: „Echt? Du lässt dich von einer Zahl so belämmern? (inspiziert fürchterlich interessiert seine Fingernägel) Was sollen die Leute sagen, bei denen ich sinke und es trotzdem im Karton rappelt?“

Ich: „Na, das ist ja ein tolles Argument! Warum tust du so was Gemeines überhaupt?“

Tumormarker: „Weiß nicht. Bin halt auch nicht immer gut drauf.“ (setzt Dackelblick auf)

Ich: „Soll ich jetzt Mitleid haben, oder was? Seit wann macht man denn den Täter zum Opfer?!?“

Tumormarker: „Tschuldigung, das wollte ich nicht.“ (kratzt sich am Hintern)

Ich: „Pfh!“

Tumormarker: „Und, was machen wir jetzt?“

Ich: „Keine Ahnung.“

Tumormarker: „Ich hab eine Idee! Du suchst doch so gerne das Gute im Schlechten, richtig?“ (macht einen Schritt auf mich zu und klopft mir begeistert auf die Schulter)

Ich: (seine Hand von meiner Schulter schiebend, Hände in die Hüften stemmend) „Ja, willst du mir jetzt etwa auch noch die schlechte Laune verderben?“

Tumormarker: „Erwischt!“

Ich: (seufze)

Tumormarker: „Komm schon, überleg doch mal, was ist das Gute daran, dass ich so bin wie ich eben gerade bin?“ (knufft mich jovial in die Seite)

Ich: „Du machst mich soooooo wütend!!!“

Tumormarker: „Gut so!“ (begeistert) „ Das gibt Feuer unterm Hintern! Und … wofür kannst du diese Wut nutzen?“ (therapeutischer Unterton)

Ich: „Ich würde dir am liebsten eine schallern!!!“

Tumormarker: „Du weißt selber, dass das nicht geht und – selbst wenn – ändert das auch nix.“ (zufrieden grinsend)

Ich: (Augen zu Schlitzen verengt) „Na toll, Danke für die Belehrung Herr Schlauschlau.“

Tumormarker: „Immer wieder gern … Also, ich frage noch einmal: Wofür ist diese Wut gut?“

Ich: (genervt, ahne, worauf er hinaus will) „Weiterhin mein WOFÜR zu bewahren, es zu hegen und zu pflegen?“

Tumormarker: „Richtig!“

Ich: „Und wie soll ich das bitte machen, wo ich seit Wochen voll auf Felge laufe?“

Tumormarker: „Lass dir einfach von anderen helfen, dein WOFÜR zu bewahren.“

Ich: „Wie soll das denn gehen?“

Tumormarker: „Wenn du mir sagst, was dein WOFÜR ist, kann ich dir bestimmt helfen.“ (huldvoll lächelnd)

Ich: (erst leise, dann immer lauter) „Mein WOFÜR ist es, anderen Krebserkrankten dabei zu helfen, ihrer Erkrankung ganz viel Positives abzutrotzen und jeden Tag mindestens 3 x zu lachen, zu kichern oder wenigstens zu grinsen – und wenn es nur innerlich ist. Und damit deinesgleichen gepflegt den Stinkefinger zu zeigen!“

Tumormarker: „Super, genau so! Das ist doch ein tolles WOFÜR, so eines habe nicht mal ich.“ (lacht rußig)

Ich: (ihn anfunkelnd) „Ich weiß.“

Tumormarker: „Und wie kannst du das nun machen, obwohl du auf dem Zahnfleisch kriechst? Naaa?“

Ich: „Um Hilfe bitten?“

Tumormarker: „Genau! Du bist doch gar nicht so dumm wie du müde aussiehst.“ (kichert über den in seinen Augen gelungenen Witz)

Ich: „Arsch!“

Tumormarker: (mit beschwichtigender Geste) „Nein, jetzt mal ganz im Ernst. Ich will dir doch helfen. Aber wenn du mir nicht sagst, was du brauchst, kann ich das nicht.“

Ich: (seufzend) „Momentan wünsche ich mir einfach nur, dass meine Bücher und die Schmunzel-Postkarten bei Krebserkrankten landen, die dringend Aufmunterung brauchen. Aber ich selber mache so ungern Werbung dafür, zumal ich momentan überhaupt keine Kapazitäten für so was übrig habe. Kapiert?“

Tumormarker: „Sicher! Das ist doch ganz einfach! Lass dir doch von deiner Community helfen!

(dozierend weiter) Die Menschen bieten dir ja schließlich ihre Hilfe an, weil sie sich angesichts deines Gejammers oft hilflos fühlen und gerne was für dich tun würden. Denk doch mal an die Kirschkörbchen-Aktion, da haben dir wunderbare Menschen schließlich einige richtig fette Kirschen ins Körbchen geworfen!“ (grinst gewinnend)

Ich: „Ja, stimmt. Ohne mein Kirschkörbchen hätte die „Arschbombe“ vermutlich nicht so schnell das Licht der Welt erblickt.“

Tumormarker: „Eben-t!“

Ich: „Na gut. … Es widerstrebt mir zwar, dir zuzustimmen, gleichwohl warst du damals auch der Auslöser für den Kirschkörbchen Blogartikel …  Allerdings warst du zu der Zeit noch sehr viel kleiner.“

Tumormarker: „Das tut jetzt nichts zur Sache! Wann ich wie groß bin, entscheidet schließlich immer noch die Schnieptröte. Wir wissen beide, dass die dumme Nuss ständig in unsere Drehbücher reinpfuscht , auch in meines. Das können wir jetzt beide nicht ändern. (oberlehrerhaft) Also lass uns jetzt bitte auf das Wesentliche konzentrieren: was ist der nächste konkrete Schritt, den du auch mit 15 % Energie tun kannst?“

Ich: „Unseren Dialog in meinem Blog veröffentlichen und auf Facebook, Twitter, Instagram und XING teilen?“

Tumormarker: (mit einer mephistophelischen Verbeugung) „Man hilft ja gern.“

Ich: (schalte diesen Artikel frei, klappe das Laptop zu und laufe weg)


Ihr möchtet meinen Mitpatienten und mir helfen, indem ihr Flyer und Postkarten auslegt?

Juhu!


FAQ’s – So geht’s:

Wie komme ich an die Flyer?

Schickt einfach eine kurze E-Mail mit eurer Postadresse an meinen Verleger Heinz W. Warnemann: presse@hawewe.media Ihr erhaltet daraufhin ein liebevoll gepacktes Päckchen.

Was ist alles in dem Päckchen drin?

Buchflyer und Postkarten zu „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ und „Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens“.

Wo kann ich die Drucksachen auslegen?

Es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten! Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass diese Personen oder Institutionen ideale Adressaten sind:

Arztpraxen
Krankenhäuser
Unikliniken
Onkologien
Radiologien
Rehakliniken
Physiotherapeuten
Psychotherapeuten
Psychoonkologen
Krebsberatungsstellen
Ergotherapeuten
Bücherhallen
Buchläden
Gemeindezentren
Volkshochschulen
Gesundheitszentren
Heilpraktiker
Selbsthilfegruppen
Yogastudios
Redaktionen (Print, TV, Radio)
Schwarze Bretter von Supermärkten
Bioläden
etc.

Immer dran denken: Krebserkrankte sind überall. Leider. Daher gibt es sicherlich noch zahlreiche Orte mehr, auf die wir noch gar nicht gekommen sind.

Wie können wir dir noch helfen?

Im Grunde ist es ganz einfach: mir hilft alles, was meine Bücher und meine Arbeit bekannter macht. Und das wiederum hilft Krebspatienten, sich trotz der Erkrankung besser zu fühlen.

Ich gebe gerne Interviews, traue mich auch ins Radio oder Fernsehen.

Oder ihr bucht mich gegen Honorar für eine Lesung (wenn ich wieder Energie habe) oder einen Fachartikel.

Was bekomme ich dafür?

Das gute Gefühl, etwas wirklich Wesentliches zu bewirken, das das Leben von KrebspatientInnen ein kleines bisschen schöner und heiterer macht. Du hilfst mir dabei, neue Energie freizusetzen, die ich dann in weitere Mutmacher-Sachen investiere. Diese wiederum werden dann weiteres „Glückspeng“ in die Welt bringen. Und du hilfst mir, einen Teil meines Lebensunterhalts zu sichern.

Noch dazu bekommst du zum Dank ein streng limitiertes Postkartenset nebst Pfötchenaufkleber meiner Co-Trainerinnen Wilma und Frieda.

Was ist eigentlich ein Tumormarker?

Es handelt sich um biochemische Stoffe, die im Blut nachweisbar sind. Liegen sie in erhöhter Konzentration vor, kann das eine gut- oder bösartige Krankheitsentwicklung anzeigen. Allerdings werden die Werte von vielen Faktoren beeinflusst und sind alleine für sich nicht aussagekräftig. Auch bilden nicht alle Tumoren solche Marker.

Ärzte können die Werte zur Überwachung einer Krebsbehandlung heranziehen, gelegentlich auch zur Diagnose. Der Normbereich des Markers C 12-5 für Eierstockkrebs liegt bei <35.

Mein Tumormarker steht momentan auf 693. Mein letztes CT hatte jedoch ergeben, dass es zumindest im Unterbauch einen Tumorregress (Rückgang) gab. Allerdings hat sich die Erkrankung trotzdem ins Rippenfell ausgebreitet, aus dem wir sie derzeit vertreiben wollen. Ob meine Therapie nun wirkt oder nicht … tja … das wird sich zeigen.

Daumendrücken ist jedenfalls nie verkehrt.

Woher weiß ich, dass deine Bücher und Postkarten dir und den Menschen wirklich ein WOFÜR geben?

Ich bekomme jede Woche ganz zauberhafte Rückmeldungen von Erkrankten, An- und Zugehörigen, teilweise sogar von Ärzten und sogar meiner Operateurin zu meinen Büchern und Postkarten.

Wenn ich dieses lese, geht in meinem Inneren die Sonne auf – und es macht *Peng*: Stresshormone werden durch Glücksbotenstoffe ersetzt, ich bekomme einen kleinen Energieschub und freue mich, dass ich trotz meiner Erkrankung etwas bewirken kann. Ich nenne diese Momente daher „Glückspeng“.

Anbei ein bunt gemischter Auszug von über 700 O-Tönen aus E-Mails, öffentlichen Kommentaren und Postings auf Facebook, Twitter und Instagram (momentan nicht über jedes Smartphone abrufbar, wird schnellstmöglich repariert):

Gleich weiterstöbern:

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6 Kommentare zu “Hallo?! Ich war nicht untätig! – Dialog mit meinem Tumormarker * Wer mag mir helfen?”

  1. Sarah sagt:

    Flyer sind angefordert!
    Eine feste Umarmung und viele Grüße
    Sarah

  2. Liebe Sabine,
    Flyer und Postkarten sind bestellt: Es wird mir eine Freude sein, sie zu verteilen und Menschen „ans Herz zu legen“.

    Und dann bin ich auch schon beim Thema „Herz“. Mit Deinen Worten berührst Du meines jedes Mal in besonderer Weise. Da ist bei mir dann plötzlich ein Innehalten, ein „Pause“ machen vom üblichen Tun und Denken, um die Wirkung auf Herz und Verstand ganz zu erleben. Danke für diese besonderen Momente!

    Herzliche Umarmung Linda

    1. Ach, du bist ein Schatz, liebe Linda.
      Ganz ganz herzlichen Dank!
      Sabine

  3. Hanka Schiebold sagt:

    Liebe Sabine,
    den Link habe ich eben geteilt und die Flyer bestelle ich auch sofort.
    Wenn es so einfach ist, dich zu unterstützen, dann mache ich das gerne!

    Eine herzliche Umarmung verbunden mit ganz viel Kraft für Dich!
    Hanka Schiebold

    1. Liebe Hanka,
      du bist ein Schatz, 1000 Dank!
      Herzlichst
      Sabine

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